Gitarrenunterricht Düsseldorf
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Songwriting Part 2

von Ben Madwitch

 

Nachdem wir uns in Part 1 mit 3 verschiedenen Techniken bzw. Methoden, wie Du Deine Songs schreiben kannst, beschäftigt haben, werde ich Dir in diesem Part Tipps und Ratschläge für das üben von Songwriting geben. Songwriting ist, genau so wie z. B. diverse Techniken oder Rhythmusspielen, eine Fähigkeit, die Du durch konstantes üben verbessern kannst. Weiterhin wirst Du auch erfahren, wie Du Frustrationen und mentale Blockaden beim Songwriting verhinderst bzw. besser und schneller meistern kannst. Auch wenn Du damit noch keine Erfahrung gemacht haben solltest. Es wird die Zeit kommen, in der auch Du einmal mehr oder weniger frustriert sein wirst. Diese Phasen gehören zu Deiner Entwicklung als Musiker und Gitarrist dazu. Wenn Du dich dann in einer solchen Situation befindest, bist Du gleich dafür vorbereitet um das beste aus dieser Situation zu machen.

 

Viele Gitarristen machen den Fehler zu erst ihre spielerischen Fähigkeiten auf ein hohes Level bringen zu wollen und sich später mit Dinge wie Songwriting zu beschäftigen. Ein großer Fehler! Das betrifft oft auch andere, sehr wichtige Fähigkeiten wie Phrasing und Improvisation, die einfach vernachlässig werden. Jedoch geht es in diesem Artikel um Songwriting und ich werde deswegen an dieser Stelle nicht weiter auf diese 2 anderen Fähigkeiten eingehen. Leider merken viele Gitarristen erst Jahre später, das schnelles rauf- und runterspielen von Skalen letztendlich doch nicht die große Erfüllung für sie sind. Auch wenn ihre spielerischen Fähigkeiten jetzt besser sind und sie einige ihrer Ziele erreicht haben, sind sie immer noch unzufrieden. Das sind meistens die Folgen von Vernachlässigung diverse anderer Fähigkeiten. Damit Dir so etwas nicht passiert, empfehle ich Dir Unterricht bei einem guten Lehrer zu nehmen. Ein guter Lehrer weiß wie wichtig es ist, Themen wie z. B. Songwriting zu unterrichten, auch wenn der Schüler zum Zeitpunkt noch begrenzte spielerische Fähigkeiten hat. Wenn Du bereits mehrere Jahre Gitarre spielst und bisher noch keinen ernsthaften Kontakt zu Songwriting hattest, sein nicht frustriert. Du kannst Heute noch starten dies zu ändern! Schaue nach vorne, dort liegen die Dinge die Du beeinflussen kannst!

 

Versuche Songwriting jeden Tag zu üben. Selbst wenn Du nur wenige Minuten pro Tag dafür investieren kannst. Das spielt keine Rollen. Wenn Du nur 10 Minuten Zeit dafür hast bzw. investieren willst, dann nutz diese 10 Minuten bestmöglich. Wenn Du 30 Minuten Zeit dafür investieren kannst, dann ist das gut. Wenn Du 5 Stunden dafür investieren willst, dann ist das auch gut. Wichtig ist, dass Du Songwriting regelmäßig und konstant, das heißt jeden Tag, übst. Werde Dir auch bewusst, dass Du am Anfang nicht unbedingt gleich Deine besten Songs schreiben wirst. Das ist vollkommen normal. Zu beginn waren Deine Finger auch nicht so locker wie jetzt und Du konntest nicht die Dinge spielen, die Du jetzt spielen kannst, oder? Es geht mehr darum zu beginnen und den Stein ins rollen zu bringen. Nur so kannst Du besser werden und gute Songs schreiben. Also starte einfach, egal welche spielerischen Fähigkeiten Du derzeit hast und egal ob Du nur 10 Minuten Zeit zur Verfügung hast. Versuche zwischen mehreren Techniken und Methoden zu rotieren. Das heißt, dass es besser ist, wenn Du Deine Songs nicht immer nach dem gleichen Schema schreibst, sondern verschiedene Methoden verwendest und ausprobierst. Dadurch kannst Du z. B. „Durststrecken“ (Zeiten bei denen Du einfach keine Ideen findest) verhindern und bringst Abwechslung in Dein Songwriting. Das kann sich letztendlich auch positiv auf Deine Songs auswirken. Sein experimentierfreudig und probiere immer neues aus. Wenn Du wirklich einmal eine längere Phase haben solltest, in der Du einfach keine Ideen findest, dann setze Dich nicht unter Druck oder sein frustriert. Schreibe an anderen Songs weiter oder schreibe nur Parts eines Songs.

 

Es gibt keine Regeln in der Musik. Denke und sein kreativ. Die Möglichkeiten Songs zu schreiben sind nahe zu unbegrenzt. Wenn Du bereits über ein gutes theoretisches Wissen verfügst, dann sehe dieses Wissen mehr als Werkzeug an und nicht als „Regelwerk“. Es ist wichtig sich mit Musiktheorie zu beschäftigen. Jedoch ist es noch viel wichtiger dieses Wissen als eins von vielen Werkzeugen einzusetzen und anzuwenden. Viele Musiker lernen zwar Dinge über Musiktheorie, wenden dieses Wissen jedoch nur selten oder gar nicht in der Praxis an. Musiktheorie handelt nicht von irgendwelchen festen Regeln, die es Dir verbieten irgendwelche Dinge zu spielen bzw. die Dir vorschreiben wie Du etwas spielen muss. Musiktheorie ist vielmehr eine Erweiterung Deiner Werkzeuge und musikalischen Fähigkeiten als Musiker und Gitarrist. So wie ein Handwerker diverse Werkzeuge einsetzt wenn er sie benötigt, setzten wir in der Musik unsere Werkzeuge an der Stelle ein, wenn wir sie benötigen.

 

Ein weiterer Punkt ist die Verwendung von verschiedenen Instrumenten. Wenn Du anfängst einen Song zu schreiben, nimmst Du wahrscheinlich Deine Gitarre in die Hand, richtig? Dort beginnt schon die erste Einschränkung. Wenn Du anfängst einen Song mit Deiner Gitarre zu schreiben, denkst und spielst Du auch gleichzeitig wie ein Gitarrist. Dadurch entgehen Dir viele Möglichkeiten. Damit will ich aber nicht sagen, dass Du Deine Songs nicht mit Deiner Gitarre schreiben sollst. Was ich damit sagen will ist, dass Du Deine Songs oder einzelne Parts, auch mit anderen Instrumenten schreiben kannst. Ein Keyboard bietet beispielsweise eine sehr gute Möglichkeit viele Dinge zu spielen, die Du so nicht auf der Gitarre spielen kannst, da Du an das Griffbrett Deiner Gitarre gebunden bist. Dabei spielt es übrigens keine Rolle ob Du Keyboard spielen kannst oder nicht. Spiele einfach ein paar Töne, suche Dir Akkorde zusammen, füge andere Töne hinzu etc. Als ich das erste Mal einen Song mit einem Keyboard komponiert hatte, hatte ich keinerlei spielerische Kenntnisse über das spielen eines Keyboards. Dennoch hatte ich richtig gute Resultate in Form von diversen Akkorden und Melodien, die mir auf der Gitarre nicht eingefallen wären. Auch kannst Du z. B. zu erst mit den Part des Basses anfangen oder beginnst mit einem Schlagzeugrhythmus auf den Du dann aufbaust. Experimentiere mit den unterschiedlichsten Methoden und Du wirst an Erfahrung Gewinnen und Deine Songs werden immer besser.

 

 

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    • Songwriting Part 1
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© 2010 Ben Madwitch

 

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