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Musikalische Frustrationen
von Ben Madwitch
Du hast diese Momente sicherlich auch schon mal gesprüht. Momente bei denen Du Deine Gitarre am liebsten aus dem Fenster gehauen hättest oder sonstige Gegenstände in Deinem Zimmer klein schlagen wolltest, weil Du mit Deinem Gitarrenspiel nicht zu frieden warst. „So ein Mist, das klappt einfach nicht, warum nur?!“ wirst Du dir vielleicht gedacht haben. Sei es ein Lick oder Riff, welches diese Frustration auslöst oder einfach
weil Du mit Deinem allgemeinen Fortschritt unzufrieden bist. Du fühlst dich mies und fragst dich immer wieder „Warum klappt das einfach nicht?“ oder „Wieso kann das Gitarrist X spielen und ich nicht?“. Im schlimmsten Fall, denkst Du sogar daran mit dem Gitarre spielen aufzuhören, weil Du glaubst, dass Du nie der Gitarrist wirst, der Du sein willst. Diese Phasen der musikalischen Frustration erleben, früher oder später, viele Gitarrist. Die Gründe für musikalische Frustrationen sind ganz verschieden. Die gute
Neuigkeit jedoch ist, dass es effektive Lösungen gibt, um diese musikalischen Frustrationen zu beseitigen bzw. NIE wieder zu haben. Das Problem ist, dass die meisten Gitarristen nicht darüber nachdenken „WIE“ sie diese Frustrationen lösen können. Die meisten stellen sich eher die Frage „warum“ sie frustriert sind. Das wiederum führt zu keiner effektiven Lösung und die musikalischen Frustrationen bleiben bestehen und werden noch schlimmer.
Auch ich hatte unzählige solcher Phasen und Momente, an denen ich mit meinem Gitarrenspiel sehr unzufrieden und frustriert war. Es lief einfach nicht so, wie ich es wollte. Einmal war es sogar so schlimm, das ich wirklich mit dem Gedanken spielte einfach aufzuhören und meine Gitarre in die Ecke zu legen. Ich übte jeden Tag viele Stunden, immer und immer wieder diese oder jene Übung. Doch trotzdem erreichte ich nicht die Ergebnisse
die ich erreichen wollte. Mein Fortschritt war sehr langsam. Auch ich stelle mir zu dieser Zeit immer nur Fragen wie „WARUM klappt das nicht?“ oder „Gitarrist X kann das doch auch spielen, WIESO kann ich das nicht spielen?“. So war das manchmal Woche für Woche. Dennoch verlor ich nicht die nötige Motivation, die mich immer wieder vorantrieb, weiter zu machen und nicht mit dem Gitarre spielen aufzuhören. Letztendlich fand ich endlich einen für meine Bedürfnisse geeigneten Gitarrenlehrer, der mich beim erreichen
meiner Ziele half. Mein größter Fehler war es bis dahin, mich immer nur zu frage „WARUM/WIESO“ etwas so ist, wie es ist. Diese Denkweise lässt die musikalischen Frustrationen nur noch größer werden bzw. wird sie dadurch nicht weniger. Auf die Frage „WARUM kann ich nicht so schnell spielen wie Gitarrist X?“ (oder jede andere beliebige „WARUM“ Frage), wirst Du immer nur eine Antwort bekommen wie z. B. „weil meine technischen Fähigkeiten nicht so gut sind, wie von Gitarrist X oder weil ich es einfach nicht kann.“.
Damit erhältst Du keine Lösung, sondern eine negative und frustrierende Antwort warum/wieso es so ist, wie es nun mal ist. So wird keine langfristige und hilfreiche Lösung zustande kommen. Bis ich endlich lernte mir die Frage zu stellen „WIE bzw. WAS kann ich tun, um Lick/Riff/Technik oder was auch immer, so beherrschen zu können, wie ich es will?“. Mit der Zeit ersetzte ich alle „WARUM/WIESO“ Fragen mit „WAS/WIE“ Fragen und ich erhielt endlich Antworten, die mir zu meinen gewünschten Ergebnissen verholfen. So
einfach war die Lösung von meinen musikalischen Frustrationen und Problemen. Aus „WARUM/WIESO“ wurde „WIE/WAS“. Dadurch stellten sich sofort alle Denkwege um und ich fing endlich an danach zu suchen „WAS“ ich tun muss bzw. „WIE“ ich etwas tun muss, um dieses oder jenes Ziel wirklich zu erreichen und meine gewünschten Ergebnisse zu erhalten. Die Resultate waren so verdammt gut, dass ich es selber kaum glauben konnte.
Manchmal müssen nicht große Dinge geschehen, um große Dinge zu erreichen. Wenn Du bisher auch diesen Fehler gemacht hast, dann ersetzte ab jetzt das „WARUM“ bzw. „WIESO“ in deinen Fragen mit „WIE“ bzw. „WAS". So wirst Du zu effektiven Lösungen für Deine musikalischen Frustrationen kommen. Probiere es aus, Du wirst von den Ergebnissen überrascht sein!
Neben diesem häufig auftretenden Problem gibt es noch eine geläufige Ursache, welche bei Gitarristen/Musiker zu musikalischen Frustrationen führt: Geduld, besser gesagt zu wenig Geduld. Viele Menschen haben ganz einfach zu wenig oder gar keine Geduld. Sie fangen mit einer Sache an und wollen im nächsten Moment ihr Ziel am liebsten schon erreicht haben - vorausgesetzt sie haben sich überhaupt ein Ziel gesetzt. In der Realität
ist es jedoch so, dass gewisse Dinge mehr Zeit als 24 h in Anspruch nehmen, um diese wirklich zu beherrschen. Die meisten setzten sich große Ziele – was vollkommen okay ist - die etwas mehr Zeit und Übung in Anspruch nehmen – was ganz normal IST und nicht daran liegt das diese Gitarristen/Musiker kein Talent haben (jeder, auch DU, kannst Deine Ziele erreichen!). Eher könnte es daran liegen, das diese Gitarristen/Musiker keinen für ihre Ansprüche geeigneten Gitarrenlehrer haben, der sie beim erreichen ihre Ziele
begleitet. Niemand wir ein großartiger Gitarrist/Musiker über Nacht. Das Problem liegt meisten daran, das sich zu viele Menschen darauf konzentrieren was sie alles tun müssen, um ihr Ziel zu erreichen. Das kann für manche sehr frustrierend sein, da sie an die ganze Übungszeit etc. nachdenken, die sie investieren müssen, um ihre gewünschten Ergebnisse zu erreichen. Der Fokus sollte jedoch auf das Ziel gelegt werden. Du musst immer an Deine Ziele denken und wie es Deine Zufriedenheit als Gitarrist/Musiker etc.
beeinflussen wird. Denke immer „Ich WERDE dieses Ziel erreichen.“ und nicht „Heute muss ich wieder 2 h üben….“. somit hast Du immer Deine Ziele vor Augen und bleibst langfristig motiviert.
Wie Du siehst, kannst Du all Deine musikalischen Frustrationen, mit einfachen Mitteln unterbinden. Wende die obigen Tipps an und Du wirst sehen, wie stark diese Dein Wohlbefinden und Deine Motivation beeinflussen werden. Auch dies muss nicht unbedingt von Heute auf Morgen geschehen. Du wirst schon einen gewaltigen Schritt nach vorne machen, wenn Du die „WARUM/WIESO“ Fragen, durch „WAS/WIE“ Fragen ersetzt. Ab diesem Punkt fängst
Du an den Stein ins rollen zu bringen. Ab dieser Stelle machst Du dir Gedanken, WIE Du Deine gewünschten Ziele erreichen wirst!
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© 2010 Ben Madwitch
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