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Akkorde - Dur und Moll Dreiklänge
von Ben Madwitch
Bevor wir mit
der Praxis anfangen, will ich Dir den theoretischen Hintergrund näher bringen. Dies ist nötig und extrem wichtig. Stelle dir vor Du sollst jemanden erklären was ein Akkord ist und Du hast nur 3 Fragezeichen über dem Kopf? Viel professioneller ist es dem Fragenden auch eine Antwort und Erklärung geben zu können. Er wird Dir dafür dankbar sein und deinem Ansehen wird es sicherlich nicht schaden. Außerdem kannst Du dich auch mit anderen Musikern viel besser erständigen wenn Du theoretische Grundlagen besitzt (z.
B. beim Small Talk, Jam Sessions, etc.).Unter Musikern herrscht genau so eine besondere Sprache wie unter verschiedenen Ländern.
Zunächst erstmal, was überhaupt ist ein Dreiklang?
Ein Dreiklang ist, wie es der Name schon verrät, ein Klang der aus 3 verschiedenen Noten (Töne) besteht. Wichtig beim Dreiklang ist in diesem Fall, das die 3 Töne zusammen und gleichzeitig gespielt werden. Genau dann sprich man von einem „Akkord“ (andernfalls wäre es ein Arpeggio).
1. Die Theorie
Dur Dreiklänge
Ein Dur-Akkord besteht aus Grundton (Prime), großer Terz und Quinte (= Intervallnamen). Nehmen wir uns die C-Dur Tonleiter her:
Hier die Tonleiter mit den
markierten Intervallen:
Wie Du siehst baut sich der C Dur-Dreiklang aus C (= Grundton), E (= große Terz) und G (= Quinte) auf. Dieses Prinzip lässt sich auf jede beliebige Dur-Tonart verschieben!
Moll Dreiklänge
Moll-Akkorde bestehen wieder aus Grundton (Prime), diesmal der kleinen Terz und wieder der Quinte. Nehmen wir uns die A-Moll Tonleiter her:
Hier die Tonleiter mit den
markierten Intervallen:
Der A Moll-Dreiklang besteht aus A (= Grundton), C (= kleine Terz) und E (= Quinte). Auch dieses Prinzip lässt sich, wie beim Dur Akkord, auf jede beliebige Moll-Tonart verschieben.
Wie Du sicherlich bemerkt hast, liegt der Unterschied zwischen Dur und Moll Dreiklängen lediglich zwischen großer und kleiner Terz. So einfach und simpel ist es!
Übrigens:
Die Begriffe „C-Dur“ und „A-Moll“ werden sehr selten benutzt. Stattdessen einigte man sich auf einheitliche Abkürzungen. Leider gibt es zwischen Deutschland und der internationalen Schreibweise Unterschiede die oft zu Verwirrung führen. Im deutschen gibt es teilweise auch mehrere Abkürzungen für Dur- und Moll-Akkorde. Da Du häufiger die internationalen Schreibweisen finden wirst, zeige ich dir die Deutschen und internationalen
Abkürzungen. Für C-Dur schreibt man im internationalen „Cmaj“ (maj = major, engl. für Dur). Im deutschen einfach ein „C“ (groß Buchstabe). Für A-Moll schreibt man im internationalen „Am“ oder „Amin“ (min = minor, engl. für Moll). Im deutschen „Am“, „A-“ oder „a“ (kleiner Buchstabe).
Jetzt, wo Du den theoretischen Hintergrund weißt, können wir mit der Praxis anfangen. Gitarre umhängen und los geht’s!
In diesem Artikel werde ich mich ausschließlich auf die grundlegenden Akkorde konzentrieren.
2. Die Praxis
Dur Akkorde:
In der Grafik oben siehst Du alle grundlegenden Dur-Akkorde (C, D, E-, G und A), jeweils mit den Griffschema und den Noten/Tabulatoren zum jeweiligen Akkord.
Moll Akkorde:
In dieser Grafik siehst Du alle grundlegenden Moll-Akkorde (Am, Dm und Em).
Diese Art von Akkorden wird auch als „Open Chord“ bezeichnet, da in jedem Akkord die Leersaite ein Bestandteil des Akkordes ist. Somit entsteht ein sehr „offener“ Klang.
3. Die Implementierung – Der wichtigste Teil
Um alle Informationen die ich Dir gebe 100 % zu deinem Vorteil nutzen zu können, solltest Du diese in der Praxis anwenden und üben! Theorie und Praxis - beides ist abhängig von einander.
Ein
gutes Beispiel – Knockin’ On Heavens Door von Guns N’ Roses:
Dieser Rhythmus ist ein vereinfachter Rhythmus des originalen. Am Anfang von jedem Tag beginnst Du mit einem Abschlag. Das „V“ steht für einen Aufschlag. Probiere mehrere Rhythmuspattern aus. Erstelle Deine eigenen Rhythmuspatterns. Experimentiere und sein kreativ!
Ganz wichtig ist, dass Deine Anschlagshand immer „mitpendelt“, d. h. das Deine Anschlagshand immer in Bewegung ist und bleibt. Auch bei den Viertelnoten pendelt Deine Hand mit und „spielt“ nach dem Abschlag den darauf folgenden Aufschlag in der Luft mit. Wenn Du dir diese Technik zu einer Gewohnheit machst und diese sozusagen „second nature“ für Dich wird, hast Du einen RIESEN Vorteil zu anderen Gitarristen!
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© 2009 & 2010 Ben Madwitch
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